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Aufruf zur Demo 2018

Seit 2015 gibt es im Herbst in der Messe Essen Kriegsplanungs-Konferenzen hoher Nato-Militärs.

Die für Oktober 2018 geplante Konferenz wird unter dem Titel »Im Nebel des Tages Null – Luft und Weltraum an der Frontlinie« eingeladen. Die Stunde Null gilt für die Militärs als Beginn des Krieges.

Einen Krieg in Europa in Erwägung zu ziehen, widerspricht den Lebensinteressen der Menschen: Er wäre das Ende dieses Erdteils, der dicht besiedelt und hoch industrialisiert ist.
Die circa 200 Atomreaktoren würden einen Krieg schnell zum nuklearen Inferno werden lassen.

Die Kalkarer Nato-Einrichtung »Joint Air Power Competence Centre« [JAPCC] organisiert die Essener Kriegsplanungs-Konferenzen. Sie werden unter anderem von den Atomrüstungskonzernen Lockheed Martin und General Atomics gesponsert.

Die Konferenz 2015 befasste sich mit Manipulationsmethoden, um die Vorbehalte der Bevölkerung gegen Militäreinsätze zu schwächen. Die Konferenz 2016 behandelte militärische Aktivitäten in Kampfgebieten. In der letztjährigen Konferenz zum Thema »Abschreckung« formulierten die Militärs, man brauche Pläne zum Einsatz auch von atomaren Potenzialen. Diese brandgefährliche Strategie begründen die Militärs damit, dass nur die Waffen, die man auch einzusetzen bereit sei, abschrecken.

Der einstige Essener Bundespräsident Heinemann bezeichnete Atombomben als »sogenannte Waffen«, da ihr Einsatz die Negation der Zivilisation darstelle. Man nehme den eigenen Untergang in Kauf.

Die Konferenzen des JAPCC verstoßen gegen die Bedürfnisse des Lebens und gegen das Friedensgebot des Grundgesetzes und des Völkerrechts.

Sie sind deshalb nicht zuzulassen! Wir protestieren mit unserer Demonstration!