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Grußwort von Konstantin Wecker

Liebe Friedensbewegte, Liebe Protestierende gegen die Essener Nato-Konferenz
Wir unterstützen und solidarisieren uns mit euren Aktionen einer Gegenöffentlichkeit
 zu dieser JAPCC Konferenz in Essen.
Wir brauchen keine Kriegsplanungen, sondern Strategien für den Frieden.
Wir müssen den Frieden gewinnen – nicht den Krieg
Heute, am Anfang des 21.Jahrhunderts stehen wir weiterhin vor neuen Herausforderungen: Kriege
und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durch die Entwicklung einer „Kultur des Friedens“
zu überwinden. Auch in diesem neuen Jahrhundert werden die Mittel zur Kriegsführung
weiterentwickelt. Trotz der unendlichen Leiden in allen Kriegen werden verstärkt Waffen
produziert, gehandelt und exportiert. Gewalt und Krieg sind zu einem profitablen Geschäft des
Todes geworden. Die Militarisierung der Forschung und der Außenpolitik schreitet voran.

 Ökonomische und machtpolitische Interessen rufen soziale, ideologische und religiöse Spannungen hervor.

Wirtschaftliche Vorherrschaft, Ressourcensicherung wird  auch durch Militär durchgesetzt.
Die weltweite Waffenindustrie wird zu einem lukrativen Kriegsgeschäft.
Die „neuen“ Kriege werden mit Kampfdrohnen geführt. Das Töten wird über enorme Investitionen
in Technik und Elektronik perfektioniert.
Durch eine totalitäre Überwachung jeglicher Kommunikation verlieren die Menschen Ihre Freiheit.
Die Geschichte der Menschheit ist jedoch nicht nur eine Geschichte von Kriegen, sondern auch
eine Geschichte des Denkens und Handelns für den Frieden, für Gerechtigkeit und Solidarität – für
eine Kultur des Friedens.

Wir sind aufgerufen Lehren aus der Geschichte der Kriege zu ziehen und an einer Geschichte des Friedens mitzuwirken.

Konstantin Wecker